Sekt aus Österreich

Österreichischer Sekt hat einen eigenen Charakter, da die Hersteller im Allgemeinen nicht daran interessiert sind, Produkte anderer Länder zu kopieren. Sie erzeugen einen ausdrucksstarken, trockenen, aromatischen Sekt, der den klassischen, österreichischen Weinen nachempfunden ist. Sekt ist in der Regel als Schaum- oder Perlwein aus Deutschland bekannt, doch die österreichischen Sektmarken sind auf dem Vormarsch. Die Tradition der österreichischen Sektherstellung reicht bis in das 19. Jahrhundert zurück und hat eine ganz eigene Persönlichkeit entwickelt. Die österreichischen Schaumweine sind von hoher Qualität, trocken und aromatisch. Die verwendeten Traubensorten sind Welschriesling, Grüner Veltliner sowie Riesling und Sauvignon Blanc.

In Deutschland wird Sekt zu rund 95 Prozent nach der „Méthode Charmat“ hergestellt. Der Sekt wird in Drucktanks gereift. Es ist das gleiche Verfahren, das auch für Prosecco Verwendung findet. In Österreich wird die „Méthode Traditionnelle“ (Flaschengärung) bevorzugt. Diese Premium-Sekte sind entsprechend des Jahrgangs und des Weingebiets kategorisiert.

Das Klassifizierungssystem für österreichischen Sekt:

Im Jahr 2014 kündigte das Österreichische Sektkomitee ein Klassifizierungssystem für Qualitätsweine an: die geschützte Ursprungsbezeichnung „Sekt g. U.“. Hierbei handelt es sich um eine Pyramiden-Einstufung auf drei Ebenen, welche den Qualitätsstandard für Sekt aus Österreich gewährleisten soll. Vor der Einführung dieses Systems wurden die Weine unter Verwendung jeder verfügbaren Herstellungsweise (Traditionelle oder auch Charmat-Methode) hergestellt und waren nicht klassifiziert.

  • Klassik: Die erste Pyramidenstufe soll sicherstellen, dass alle in Basisweinen verwendeten Trauben aus Österreich stammen. Sie müssen neun Monate auf der Hefe gelagert werden.
  • Reserve: Die zweite Stufe nutzt die traditionelle Champagner-Methode in Flaschen. Die Trauben für die Basisweine müssen aus einem klassifizierten Weinanbaugebiet stammen. Der Wein selbst muss mindestens 18 Monate auf der Hefe gelagert werden.
  • Große Reserve: Die dritte Stufe entspricht der höchsten Kategorie. Alle Weine müssen nach der Champagner-Methode hergestellt werden, während alle Trauben aus derselben registrierten Weinbaugemeinde stammen müssen. Die Qualität wird sichergestellt, indem der Wein mindestens drei Jahre reifen muss und 30 Monate auf der Hefe gelagert wird.